Archiv der Kategorie 'Blockadeaufrufe'

Naziaufmarsch in Bretzenheim am 20. 11. 2011 verhindern!

Was: Naziaufmarsch in Bretzenheim blockieren
Wann: Sonntag, 20. November 2011, 13 Uhr
Wo: Bretzenheim

Siehe: Aufruf auf linksunten

Aufruf (eher von bürgerlicher Seite):
„Wie in vergangenen Jahren ist zu befürchten, dass Nazi-Organisationen am Totensonntag, 20. November 2011, am Mahnmal „Feld des Jammers“ in Bretzenheim eine sogenannte „Totenehrung“ veranstalten. Wieder einmal wollen sie unter dem Vorwand des Totengedenkens die Schuld des Faschismus an Millionen Opfern relativieren oder gar umkehren, ihre verhetzenden und menschenverachtenden Parolen gegen Minderheiten verbreiten, das Recht des Stärkeren propagieren und der Ideologie des Nationalsozialismus huldigen.
Wir protestieren gegen rechtsextreme Aufmärsche in Bretzenheim.“

Auf http://www.initiative-suedwest.org/index.php/menue/34/Termine.html hat die NPD angegeben, dass ihr Treffpunkt um 13 Uhr am Mitfahrerparkplatz B41 / B48 ist (5 km und maximal 10 min Fahrzeit zu Bretzenheim!) und dass Dörthe Armstroff und Safet Babic als Redner gedacht sind. Es ist sicherlich sinnvoll, sich nicht erst um 15 Uhr, sondern um 13 Uhr in Bretzenheim einzufinden. Um 14 Uhr findet außerdem bereits das „Totengedenken am Feld des Jammers“ statt.

Kommt alle am Sonntag nach Bretzenheim!
Gegen rechtsextreme Aufmärsche!
Kampf der Relativierung der Geschichte!

Naziaufmarsch in Remagen am 19. 11. 2011 verhindern!

Was: Naziaufmarsch in Remagen blockieren
Wann: Samstag, 19. November 2011, 11 Uhr
Wo: Remagen

Wie im letzten Jahr wollen ca. 300 Nazis den Abschluss ihrer Rheinwiesenlager-Kampagne, zu der auch die Kundgebung in Böhl-Iggelheim am 13. November 2011 gehörte, mit einem Trauermarsch in Remagen begehen. Der anfangs verbotene Marsch wird nun am Samstag, dem 19. November 2011, in Remagen durchgeführt, Anmelder ist der Neonazi-Kader Christian Malcoci. Nach Informationen der Antifa Ahrweiler haben die Nazis bereits für nächstes Jahr am selben Wochenende einen Trauermarsch angemeldet, sodass sich dieser Marsch als regelmäßige Veranstaltung etablieren könnte.

Zu den Rheinwiesenlagern ist auf Seiten der Nazis folgendes zu lesen: „[…]Unter katastrophalen hygienischen Zuständen zusammengepfercht, starben in den Jahren 1945/46 fast eine Million dieser Gefangenen, in Zahlen ausgedrückt: 1.000.000 Gefangene! Sie verhungerten oder erlagen Seuchen in den Händen der sogenannten Befreier. Eine Million Menschen, die in den Akten der US-Streitkräfte lediglich unter der Bezeichnung „Other losses“ aufgeführt wurden[…]“.
Fakt ist, dass die Zahl eine Million bei weitem übertrieben ist, Historiker sprechen von ca. 5000 bis maximal 50.000 Toten. Wie die Zahl 1.000.000 zustande gekommen ist, lässt sich zudem leicht erklären: In den Lagern wurde über die Zahl der Kriegsgefangenen Statistik geführt. In dieser Statistik gab es auch eine Kategorie namens „other losses“ („andere Verluste“). Auf ihren Internetseiten zu den Rheinwiesenlagern behaupten Nazis, dass es sich hierbei um die Todesfälle handelt. Vielmerhr werden hier jedoch die Gefangenen zusammengefasst, die vorzeitig entlassen wurden (wie z.B. Volkssturmangehörige, die ohne formales Verfahren freigelassen wurden), sowie Gefangene, die in andere Lager übergestellt wurden oder geflüchtet sind.
Der kanadische Journalist James Baque hat im Jahr 1989 die Zahl eine Million ins Gespräch gebracht und in seinem Buch „Other Losses“ behauptet, dass die Alliierten für den Tod von einer Million Kriegsgefangener verantworlich sind, da er die Kategorie „other losses“ falsch interpretiert hat. Bei Untersuchungen von Statistiken über die Zahl der Kriegsgefangenen kam außerdem heraus, dass Baque schwerwiegende Rechenfehler gemacht hatte: Bei anderen Rechnungen nahm er die Todesrate in den schlechtesten Lagern (den Rheinwiesenlagern) in den ersten Wochen nach der Befreiung durch die Alliierten und rechnete diese auf die gesamten Lager in Deutschland hoch. Da in diesen ersten Wochen mehr Menschen aufgrund von Kriegsverletzungen, schlechter Ernährung etc. starben als in den darauffolgenen, ist die Zahl der Todesfälle, die Baque herausbekommen hat, stark verzerrt.
Maximal 56.258 Todesfälle – diese Zahl wurde aus Angaben des Roten Kreuzes und aus offiziellen amerikanischen Berichten erstellt. Die Zahl enthält jedoch auch die Personen, die nirgends registriert wurden und die während der letzten Kampfhandlungen vor der Befreiung ums Leben kamen – die tatsächliche Zahl ist somit um einiges niedriger.
Baques Behauptungen, die vor 22 Jahren aufgestellt wurden, wurden mittlerweile zahlreich widerlegt (hierzu findet sich ein wirklich lesenswerter Artikel hier); dennoch werden sie von Nazis gerne genutzt, um Propaganda zu betreiben und die Geschichte zu relativieren.
Informationen zu Gegenveranstatungen gibt es seitens der Antifa Koblenz und Antifa Ahrweiler, außerdem ist ein lesenswerter Artikel von Blick nach rechts erschienen.

Zeigt, dass ihr gegen diese von Nazis betriebene Verdrehung der Tatsachen seid!
Kommt wenn möglich am 19. November nach Remagen und verhindert, dass kranke und falsche Weltbilder verbreitet werden können!
Alerta Antifascista!

Naziaufmarsch am 13. November 2011 in Haßloch und Böhl-Iggelheim? Blockieren!

Am 3. November hat der NPD-Kreisverband einen Antrag auf einen Schweigemarsch am 13. November 2011 von Haßloch nach Böhl-Iggelheim gestellt mit einer voraussichtlichen TeilnehmerInnenzahl von 40 Nazis. Anlass ist der Volkstrauertag, der jedes Jahr zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird und an dem den Opfern und Kriegstoten der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht werden soll.
Die NPD jedoch will den im „Kriegen gefallenen Soldaten und Zivilisten sowie die in Böhl-Iggelheim umgekommenen deutschen Gefangenen des dortigen alliierten Gefangenenlagers“ gedenken und zu diesem Zwecke einen Schweigemarsch einlegen.

Der Marsch wurde vorerst von der Kreisverwaltung Bad Dürkheim untersagt, in der Rheinpfalz vom 11. November 2011 ist dazu zu lesen:


„Schweigemarsch“ verboten

Kreisverwaltung untersagt Veranstaltung der NPD am Volkstrauertag

Die Kreisverwaltung Bad Dürkheim hat einen für den Volkstrauertag am kommenden Sonntag geplanten „Schweigemarsch“ der rechtsextremen NPD von Haßloch nach Böhl-Iggelheim verboten.
Der NPD-Kreisverband hatte am 3. November einen entsprechenden Antrag für einen Marsch vom Haßlocher Rathausplatz nach Böhl-Iggelheim gestellt und die voraussichtliche Teilnehmerzahl mit 40 Personen angegeben. In den vergangenen Jahren hatten Anhänger der NPD mehrfach in Böhl-Iggelheim demonstriert.
Nach einem Abstimmungsgespräch, das am Mittwoch zwischen Kreisverwaltung, Haßlocher Ordnungsamt und Polizei stattgefunden hat, ist die Veranstaltung nach Auskunft von Pressesprecher Manfred Letzelter untersagt worden. Die Kreisverwaltung begründete das Verbot zum einen mit der Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, die von einem NPD-“Schweigemarsch“ ausgehe, der auch durch Wohngebiete führen sollte. Zum anderen dürfe der Charakter des Volkstrauertags, an dem an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft erinnert wird, nicht gestört werden. Trauer und innere Einkehr an diesem stillen Gedenktag unterliegen nach Auffassung der Kreisverwaltung einem besonderen Schutz.
Sollte die NPD wegen des Verbots das Verwaltungsgericht anrufen, hofft die kreisverwaltung laut Letzelter, „dass uns der Rücken gestärkt wird“.

Ob der Marsch genehmigt wurde, ist bisher unklar, wir versuchen euch allerdings, auf dem Laufenden zu halten! Der DGB hat anscheinend auch eine Gegenkundgebung geplant, ob und wann diese stattfindet, ist bisher ebenfalls unklar.

Ursprünglich war von Seiten der Nazis folgende Route (von 14 Uhr – 19 Uhr) geplant:
Haßlocher Rathausplatz (Auftaktkundgebung) — Kirchgasse — Lindenstraße — Rad-& Fußweg neben der L 532 nach Böhl-Iggelheim — Haßlocher Straße — Langgasse — Eisenbahnstraße zum Gedenkstein („Trauerkundgebung“) — Bahnhofstraße — Bismarckkstraße — Schulstraße — Kirchenstraße — Denkmal.

Auch, wenn wir bis heute Abend nicht wissen sollten, ob der Aufmarsch genehmigt wurde, rufen wir dazu auf, Protest zu zeigen! Seid kreativ, und macht wenn möglich Fotos der Nazis! Wir sind für jedes Bildmaterial dankbar.
Wenn ihr außerdem etwas Gutes beitragen wollt, entfernt ruhig die zahlreichen Aufkleber, die in der Gegend um und in Neustadt (beispielsweise Haßloch, Schifferstadt…) an zahlreichen Laternenmästen aufgetaucht sind (rote Aufkleber, auf denen eine Million Tote steht) und die auf die Rheinwiesenlagergedenken der Nazis (http://www.rheinwiesenlager.info/) am 19.11. in Remagen verweisen.

Deutsche Täter sind keine Opfer – gegen den Opfermythos!
Nazis blockieren! Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Alerta Antifascista!

Hier ist auf linksunten ein Artikel zum Aufmarsch aufgetaucht, evtl. könnt ihr aus den Kommentaren herauslesen, ob der Aufmarsch stattfindet.

Edit:
Der Aufmarsch hat stattgefunden. Wie viele Nazis etc. vor Ort waren, ist in Kommentaren zu dem Linksuntenartikel zu lesen.

Gegenkundgebung: Aufmarsch der RechtspopulistInnen am 08.10.2011 in Mannheim verhindern

Was: Gegenkundgebung zur Kundgebung „Nein zu Islamisierung und Scharia!“
Wann: 08. Oktober 2011, 10 Uhr
Wo: Mannheim zwischen Quadrat O2 und O3, Nähe Paradeplatz

Genaueres:
Aufruf von Mannheim gegen Rechtspopulismus:

Sie wollen es wieder versuchen: „PI-News“ und „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) wollen am Samstag von 11 bis 16 Uhr am Paradeplatz in Mannheim eine Kundgebung durchführen. Als Redner sind Alain Wagner (Frankreich), Pascal Hilout (Frankreich) und Michael Merkle (genannt „Mannheimer“, Heilbronn) angekündigt.

Ab 10 Uhr findet eine Gegenkundgebung des Bündnisses „Mannheim gegen Rechts“ in der Nähe des Paradeplatzes, zwischen Quadrat O2 und O3, statt.

Bereits vor zwei Wochen am 24.9. wollten die Rechtspopulist_innen eine solche Kundgebung durchführen. Diese wurde kurzfristig abgesagt, offiziell wegen „Erkrankung der Redner“. Am selben Tag demonstrierten 400 Antirassist_innen entschlossen und kämpferisch durch Mannheim und setzen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Abschiebungen, Lagerunterbringung von Flüchtlingen und nebenbei gegen die rechte Hetze von „PI-News“ und „BPE“. Nach dieser Pleite wollen es die Rechtspopulist_innen am 8. Oktober wieder versuchen.

Das Bündnis „Mannheim gegen Rechts“ mobilisiert ab 10 Uhr zu einer Gegenveranstaltung in die Nähe des Paradeplatzes. Zwischen O2 und O3 in den Planken wird es einen Infostand geben.

Von den Rechtspopulist_innen erwarten wir nicht viel. Ihr Aktivismus spielt sich in erster Linie im Internet ab. Außer ein paar verwirrten Sympatisant_innen, wie Wilhelm Entenmann (MA-Neckarstadt, Blogger von „Schoggo-TV“) haben sie keine Basis. Doch sie bemühen sich, voran zu kommen und in die Öffentlichkeit zu gehen, mit eben solchen Kundgebungen, wie dieser. Es gilt, den rechten Vormarsch zu stoppen und sich den Rassist_innen in den Weg zu stellen – am Paradeplatz und überall! Ilona Schliebs (rechte Bloggerin „Kybeline“) möchte nach der Kundgebung beispielsweise die „islamisierten Straßen Mannheims“ besichtigen, also die Viertel, in denen viele Migrant_innen wohnen. Eine gute Gelegenheit, Schliebs und Freunde persönlich zu treffen.

Die Polizei hatte am 24.9. mit einem Großaufgebot die antirassistischen Proteste schikaniert. Auch für den 8.10. rechnen wir mit unverhältnismäßiger Präsenz, lassen uns vom Polizei- und Überwachungsstaat aber nicht am legitimen Protest behindern!

Spucken wir den Rechtspopulist_innen in die Suppe! Keine Toleranz dem Rassismus!

Siehe Auch: Aufruf auf linkunten
und Flugblatt von Mannheim gegen Rechts

Kommt zahlreich!
Alerta Antifascista!

Naziaufmarsch in Frankfurt-Bergen Enkheim verhindern

Naziaufmarsch in Frankfurt-Bergen Enkheim verhindern!

Wie nun vor kurzem bekannt wurde planen die Nazis eine sogenannte „Freiraum“– Demo am 18. Juni in Bergen-Enkheim. Die Autonomen Nationalisten Vorderpfalz, welche inzwischen auch auf die Antifaschistische Offensive Vorderpfalz aufmerksam geworden ist, rufen unter anderem zu diesem Aufmarsch auf.

Die Route soll von der U-Bahn­station Enk­heim zur Bar­barossa­straße führen. Das Netz­werk Frank­furter Ant­ifaschis­tInnen ruft dazu auf, die Nazi-Demo in Bergen-Enk­heim zu ver­hindern.
Treff­punkt für Anti­faschis­tInnen ist am 18. Juni um 9:00 Uhr an der U-Bahn-Station Enkheim.
SPD und Grüne planen ange­mel­dete Mahn­wachen an der U-Bahn­station Enkheim und in der Mitte der Route.

Autonome Antifa Frankfurt
Anti-Nazi-Koordination Frankfurt
Antifaschistische Jugen Ludwigshafen / Mannheim